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Andrea Malonnek

DRK Landesverband Niedersachsen e.V.
Fachbereich III/2

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Bildungspatenschaften

Unter dem Motto „Die Mit- und Mutmacher“ hat der DRK-Landesverband Niedersachsen im Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010 die Initiative „Bildungspatenschaften für Kinder und Jugendliche“ gestartet.

 

Was ist mit dem Begriff „Bildungspatenschaften“ gemeint?

Paten sollen Verantwortung übernehmen, sich um die Entwicklung ihres anvertrauten Kindes kümmern, auch wenn es Probleme gibt. Wir möchten in unseren Ortsvereinen und Kreisverbänden Paten für die Bildung werben. Das können Spender von Schulmaterial wie Stifte, Hefte, Ranzen sein. Das kann eine gezielte finanzielle Unterstützung von Kita-Kindern und Schülern sein, um ihnen die Teilnahme an Ausflügen und Fahrten zu ermöglichen. Das können ebenso ältere Schüler sein, die Jüngere fördern, bei den Hausaufgaben helfen oder Nachhilfe erteilen. Auch Ehrenamtliche, die als Lesepaten in Kindergärten und Schulen gehen oder als „Coaches“ Jugendliche bei der Berufswahl beraten und unterstützen , zählen dazu. Ebenso sind Sprachkurse für Eltern mit Migrationshintergrund denkbar. Bildungspaten können sich durch finanzielle Unterstützung, aber auch durch ehrenamtliche Mitarbeit z. B. an einem pädagogischer Mittagstisch, bei dem Kinder neben einer gesunden Mahlzeit auch Hausaufgabenhilfe erhalten, beteiligen. Die Möglichkeiten, sich zu engagieren, um Kindern bessere Bildungschancen zu eröffnen, sind vielfältig.


 
Warum hat der DRK-Landesverband Niedersachsen diese Initiative ins Leben gerufen?

Die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen ist ein Schwerpunkt in der sozialen Arbeit des Roten Kreuzes. Viele Ehrenamtliche sind beispielsweise im Bereich der Kleiderkammern, DRK-Shops oder Tafeln aktiv. Materielle Armut ist häufig an Bildungsarmut gekoppelt. Daher verstehen wir unser Projekt der „Bildungspatenschaften“ auch als eine präventive Maßnahme, um Kindern und Jugendlichen Perspektiven für ihre persönliche, schulische und berufliche Entwicklung zu eröffnen. „Mitmachen“ und „Mut machen“ ist dabei unsere Devise. Auch in Deutschland sehen wir dringenden Handlungsbedarf. Denn die Armutsquote bei Kindern und Jugendlichen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. In Niedersachsen ist jeder Fünfte unter 20 Jahren armutsgefährdet. Besonders betroffen sind Alleinerziehende und Familien mit Migrationshintergrund. Es gibt etliche Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen geringeren Bildungschancen und Armut belegen.  

 

Wie werden "Bildungspatenschaften" vor Ort realisiert?

Die Möglichkeiten sind vielseitig und werden in unseren DRK-Kreisverbänden und -Ortsvereinen schon unterschiedlich umgesetzt. Einige haben im Rahmen der Initiative ihr Angebot intensiviert. Die folgende Übersicht stellt die Projekte in den beteiligten Kreisverbänden kurz vor.

Einen Flyer zum Projekt Bildungspatenschaften finden Sie hier:

Flyer zum Projekt Bildungspatenschaften