EU-Jahr Freiwilligentätigkeit / DRK-Landesschule Bad Pyrmont
(16/2011)
DRK startet heute bundesweite, zweijährige Schulung für Koordinatoren von Ehrenamt
„Es geht uns darum, das Ehrenamt auf lokaler Ebene noch mehr zu fördern und zu unterstützen“, sagt Ilona Voltmer, die im DRK-Landesverband Niedersachsen für das Ehrenamt in der Sozialarbeit zuständig ist. Dafür sei es besonders wichtig, ausgebildete Ansprechpartnerinnen und -partner innerhalb der einzelnen Einrichtungen des Verbandes zu haben, die sich „professionell um die Belange und Bedürfnisse der Freiwilligen kümmern“.
Die Maßnahme ist eingebettet in ein fast zweijähriges Projekt, das von dem Personalentwicklungsprogramm „rückenwind“ für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft des europäischen Sozialfonds und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird. Insgesamt zwölf DRK-Landesverbände beteiligen sich mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Aus dem Bereich des DRK-Landesverbandes Niedersachsen nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DRK-Augusta-Schwesternschaft Lüneburg und den sechs DRK-Kreisverbänden Braunschweig/Salzgitter, Gifhorn, Leer, Melle, Göttingen/Northeim und Uelzen, teil. Die Qualifizierungsmaßnahme zum Ehrenamtskoordinator umfasst insgesamt zwölf Schulungstage in fünf mehrtägigen Blöcken, eine Hausarbeit und ein Abschlusskolloquium. Während der Schulung führen die angehenden Koordinatorinnen und Koordinatoren ehrenamtlichen Engagements ein Praxisprojekt durch. So erproben sie ihre gewonnen Fähigkeiten im Bereich Projektmanagement und initiieren weitere, neue Engagementmöglichkeiten für Freiwillige, die sich im Sinne des DRK für Menschlichkeit einsetzen wollen. „Wir möchten ein noch attraktives Umfeld und weitere ansprechende Angebote für Ehrenamtliche schaffen, um uns als aktiver Teil der Zivilgesellschaft den zukünftigen Herausforderungen des demographischen Wandels stellen zu können“, akzentuiert Ilona Voltmer die Zielsetzung des Projektes.
Das Programm „rückenwind - Für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
Zahlen und Fakten zum DRK-Ehrenamt:
Fast 300.000 Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich im Roten Kreuz, im Gebiet des DRK-Landesverbandes Niedersachsen sind es 25.000 und zusätzlich 9.500 im Jugendrotkreuz. Neben den Einsatzfeldern der DRK-Bereitschaften wie im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich im Bereich der Sozialarbeit freiwillig einzubringen, beispielsweise bei Besuchsdiensten in Altenheimen, als Lesepaten im Kindergarten, bei Hausaufgabenbetreuung, in Kleiderkammern, DRK-Shops, Suppenküchen, in der Obdachlosenhilfe oder Begleitung von Menschen mit Behinderung.

