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Welt-Erste-Hilfe-Tag: Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt besucht den DRK-Aktionstag und ehrt Erste-Hilfe-Helden

09.09.2017 16:06

„Schnelles Handeln rettet Leben. Jede und jeder von uns sollte diesen guten Beispielen folgen und in der Lage sein, anderen in Notfällen zu helfen!“

(23/2017)

Am heutigen Welt-Erste-Hilfe-Tag hat Gesundheitsministerin Rundt den DRK-Aktionstag in Hannover rund um das Thema "Erste-Hilfe zu Hause" besucht. Gemeinsam mit dem Präsidenten des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, Hans Hartmann, hat sie sechs Menschen geehrt, die als Ersthelfer beherzt anderen bei einem Notfall geholfen haben.

"Nur wenige Minuten können über Leben oder Tod entscheiden. Die couragierten Frauen und Männer, die wir heute ehren, haben nicht gezögert und rasch gehandelt. Ihr Verhalten ist vorbildlich", sagte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt. "Diese guten Beispiele und den Welt-Erste-Hilfe-Tag sollte jede und jeder von uns zum Anlass nehmen, sich wieder zu einem Kurs anzumelden und das Wissen über die richtige Hilfe aufzufrischen. Denn wir könnten die nächsten sein, deren schnelles Handeln in einem Notfall gefragt ist!"

"Sie haben ganz selbstverständlich Erste Hilfe geleistet und versucht, anderen damit das Leben zu retten. Sie sind ein Vorbild für uns alle und verdeutlichen zugleich, wie entscheidend es ist, bei einem Notfall hinzusehen und zu helfen", würdigte Präsident Hans Hartmann das Engagement der Geehrten.

Bürgermeister Thomas Hermann, sowie Prof. Dr. Wolfgang Koppert und Dr. Anne-Christine Schneider vom vierköpfigen DRK-Landesärzteteam in Niedersachsen, haben den Besuch der Ministerin begleitet und ebenfalls unterstrichen, wie wichtig es ist, die Bevölkerung in Erster Hilfe zu schulen - eine Kernaufgabe des Roten Kreuzes. Allein in Niedersachsen sind es pro Jahr rund 132.000 Menschen, die an den Kursen des DRK teilnehmen.

Zu den geehrten Ersthelfern gehören:
Maike Burchard aus Garbsen bei Hannover, Ina Jacobj aus Wienhausen bei Celle, Alexander Reimann und Maik Kretschmer aus Gifhorn sowie Gabriele Witt aus Ebstorf bei Uelzen. Sie haben zum Beispiel bei einem schweren Auto- oder Reitunfall den Verletzten geholfen oder auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Stillstand reanimiert.

Auch am 10. September, am Entdeckertag, wird das DRK jeweils von 10 bis 18 Uhr seine Angebote rund um das Thema "Erste Hilfe zu Hause" auf dem Ernst-August-Platz in Hannover präsentieren.

Mehr als eine Million Menschen verunglücken jährlich in Deutschland in ihrem häuslichen Umfeld. Zu Hause kann jeder von uns völlig überraschend in die Situation kommen, seinem Ehepartner, seinem Kind oder dem Nachbarn ganz schnell helfen zu müssen.

"Mit diesem Aktionstag möchten wir die Bevölkerung dafür sensibilisieren und auch die Scheu abbauen, Erste Hilfe in einem Notfall zu leisten. Denn die Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes können über Leben und Tod entscheiden. Das einzige was man falsch machen kann, ist in diesem Fall nichts zu tun - das sollte bereits in den Schulen vermittelt werden", betont DRK-Landesarzt Prof. Dr. Wolfgang Koppert.

Das DRK zeigt daher in zwei nachgebildeten Wohnräumen typische Notfälle im häuslichen Bereich und erklärt was dann zu tun ist: Zum Beispiel bei Schnittverletzungen, Verbrühung, Schlaganfall, Herzinfarkt, Stürzen oder einem Sonnenstich. Außerdem können die Besucher die Herz-Lungen-Wiederbelebung und die Benutzung eines Defibrillators üben. Für die Kleinen gibt es ein Teddykrankenhaus, einen Rettungswagen und DRK-Motorrad zum Erkunden, eine Malstation, Pixelkiste und anderes mehr. Auch das DRK-Blutspendemobil lädt zur Blutspende ein.

Der DRK-Landesverband Niedersachsen organisiert den Aktionstag zur Ersten Hilfe in der Landeshauptstadt gemeinsam mit Helferinnen und Helfern des DRK-Regionsverbandes Hannover sowie der DRK-Kreisverbände Celle, Diepholz, Wolfenbüttel, Emsland, Duderstadt, Osnabrück-Land, Einbeck, Norden und Harburg-Land.

Auch das DRK-Krankenhaus Clementinenhaus war am Samstag mit einem Team vor Ort. Chefarzt und Intensivmediziner Dr. Mathias Gnielinski und Oberarzt Dr. Martin Wagner luden Passanten zum Reanimationstraining ein. "Vor allem aber sollte niemand Angst haben, etwas falsch zu machen. Mit nur wenigen, einfachen Schritten kann beispielsweise ein Herzstillstand festgestellt, der Notruf gewählt und die Herzdruckmassage begonnen werden", so Gnielinski. Das DRK-Krankenhaus Clementinenhaus beteiligt sich auch 2017 an der bundesweiten Aktionswoche "Ein Leben retten - 100 Pro Reanimation", die in diesem Jahr vom 18. bis 24. September läuft.

Wer einen Erste-Hilfe-Kurs in seiner Nähe besuchen möchte, kann diesen über die kostenlose DRK-Service-Hotline 08000 365 000 erfragen oder finden unter www.drk.de/hilfe-in-deutschland/kurse-im-ueberblick/rotkreuzkurs-erste-hilfe/

Fotos:Yuri Petrovic Kudravzev und Kerstin Hiller

09.09.2017 16:06. Alter: 164 days