Geschichte der Realistischen Unfalldarstellung
Bereits im Zweiten Weltkrieg machten britische Streitkräfte erste Erfahrungen mit dem Einsatz von Berufsschauspielern. Damit legten sie sozusagen den Grundstein für die Realistische Unfalldarstellung.
Erste Unterlagen und Hilfsmittel waren ab 1944 in Großbritannien, Dänemark und der Schweiz erhältlich. Etwa bis 1950 sind in Deutschland so genannte "Verletztenkarten" verwendet worden. Seit 1951 werden "Moulagen" (künstlich hergestellte Wunden als Ganzes) verwendet.
1954 veröffentlichte das Jugendrotkreuz "Blätter über Realistische Unfalldarstellung". Im Jahr 1955 erschien die Broschüre "Realistische Unfalldarstellung". Der mit verschiedenen Schminkmaterialien ausgestattete Kasten "Mehlem 64" wurde 1964 erstmals angeboten.
Die Broschüre "Realistische Unfalldarstellung" wurde 1968 durch eine Arbeitsmappe (von Körner) ergänzt.
Im Jahr 1984 wurde damit begonnen, eine DRK-einheitliche Ausbildungsunterlage zu erstellen. 1988 erschien das Handbuch "Realistische Wund- und Unfalldarstellung". Anfang der 90er Jahre begann man damit, das Material und damit die Schminktechnik weitestgehend umzustellen (Material der Firma Grimas/Verden). 1995 gab das DRK den Leitfaden "Grundlehrgang Realistische Unfalldarstellung" heraus. Im selben Jahr veröffentlichte Stefan Kruse sein (Anleitungs-) Buch "Realistische Darstellung von Verletzungen".
Im Jahr 1996 wurde der DRK-Leitfaden "Aufbaulehrgang Realistische Unfalldarstellung" erstmals angeboten.

