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Das Jugendrotkreuz zeichnete heute 61 niedersächsische Schulen als „Humanitäre Schule“ aus: „Humanität erfordert hinsehen und handeln“

09.06.2017 16:45

(10/2017)

"Humanität erfordert hinsehen und handeln", erklärt die Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Niedersachsen Sabine Schipplick. Dies mache die Kampagne "Humanitäre Schule" konkret erlebbar. "Menschen zu helfen, trägt zur eigenen Zufriedenheit bei. Menschen zu helfen, ist entscheidend. Egal, um welches Engagement es sich dreht." Ebenso wie der Vizepräsident des DRK-Bundesverbandes Dr. Volkmar Schön lobte sie das soziale Engagement der rund 2.000 Schülerinnen und Schüler aus 61 niedersächsischen Schulen, die sich in diesem Schuljahr an der Kampagne Humanitäre Schule beteiligt haben.

Heute bekamen die diesjährigen Vertreter der Schulen nun dafür im Cinemaxx am Raschplatz in Hannover in feierlichem Rahmen das Zertifikat "Humanitäre Schule" überreicht. Die Kampagne wurde vom Jugendrotkreuz (JRK) des DRK-Landesverbandes Niedersachsen vor 13 Jahren ins Leben gerufen.

"Im Namen des DRK möchte ich meinen Dank und meinen Respekt sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch den Schulleitern und Lehrern aussprechen. Sie sind beispielgebend für die gesamte Gesellschaft", hob Dr. Volkmar Schön hervor. "Ich wünsche Ihnen Spaß und Freude dabei, den humanitären Gedanken zu leben und weiterzutragen." Er sei stolz darauf, dass der DRK-Landesverband Niedersachsen mit der Kampagne "Humanitäre Schule" bereits seit so vielen Jahren für Menschlichkeit, humanitäre Werte und das Völkerrecht sensibilisiere und das Engagement dafür fördere.

550 Teilnehmer aus ganz Niedersachsen kamen zu der Zertifizierungsfeier nach Hannover. Ausgezeichnet wurde auch die Elisabeth-Selbert-Schule aus Hameln, die vor wenigen Tagen den Deutschen Schulpreis 2017 erhalten hat. Sie nimmt bereits das achte Jahr an der Kampagne "Humanitäre Schule" teil. Die Gäste konnten sich auch auf den Auftritt von Tan Caglar freuen, der als Rollstuhl-Basketballer bekannt ist, ebenso wie als Schauspieler und Fotomodell. Diesmal zeigte er in einer Darbietung seine komödiantische Seite und beteiligte sich anschließend an einer Talkrunde zum Thema Engagement beim Deutschen Roten Kreuz. Auch Vertreter des Rettungsdienstes, der Freiwilligendienste und des Jugendrotkreuzes nahmen an der Talkrunde teil.

Um als "Humanitäre Schule" ausgezeichnet zu werden, mussten die Schülerinnen und Schüler zum einen am Planspiel h.e.l.p. teilnehmen, bei dem sie einen kriegerischen Konflikt in den fiktiven Regionen "Malea und Lufar" zu lösen hatten und dabei die Grundzüge des Humanitären Völkerrechts kennen lernten. Zum anderen mussten sie ein eigenes humanitäres Projekt auf die Beine stellen, orientiert an der Fragestellung "Wie und wo können wir uns für mehr Menschlichkeit engagieren". Dabei engagierten sich die Schulen auf ganz unterschiedliche Weise, zum Beispiel mit Spendenaktionen für Einrichtungen der Jugendhilfe oder für Menschen mit Behinderungen, für Obdachlose, krebskranke Kinder oder notleidende Menschen im Ausland. Sie führten gemeinsame Aktionen mit Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen durch oder organisierten Aktivitäten mit und für geflüchtete Menschen, um ihre Integration zu fördern. In 13 Jahren haben sich mittlerweile rund 15.000 Schülerinnen und Schüler aus gut 150 niedersächsischen Schulen an der Erfolgskampagne beteiligt.

09.06.2017 16:45. Alter: 73 days